Während in Mitteleuropa der Januar grau und kalt daherkommt, entfaltet sich in Nordthailand eine völlig andere Welt. Chiang Mai zeigt sich in diesem Monat von seiner allerbesten Seite: angenehm warme Temperaturen um die 25 Grad tagsüber, kaum Regen und eine Luftqualität, die deutlich besser ist als in den späteren Monaten. Wer mit einer Gruppe von Freunden auf der Suche nach einem authentischen Reiseerlebnis ist, das weder das Budget sprengt noch an Intensität verliert, findet hier den perfekten Anlaufpunkt für ein unvergessliches Abenteuer.
Die Altstadt als Ausgangspunkt für Entdeckungen
Das historische Zentrum mit seinen gut erhaltenen Stadtmauern und Wassergräben bildet das pulsierende Herz von Chiang Mai. Hier reiht sich ein Tempel an den nächsten, jeder mit seiner eigenen Geschichte und architektonischen Besonderheit. Der Eintritt in die meisten religiösen Stätten ist kostenlos oder kostet maximal ein bis zwei Euro. Besonders eindrucksvoll wird es, wenn man früh morgens aufsteht und die Mönche bei ihrem Almosengang beobachtet – ein spirituelles Erlebnis, das nichts kostet außer etwas Schlaf.
Die Gassen der Altstadt eignen sich hervorragend für ausgedehnte Spaziergänge in der Gruppe. An jeder Ecke gibt es kleine Garküchen, an denen man für umgerechnet ein bis zwei Euro pro Person herrlich essen kann. Ein gedämpftes Brötchen hier, gebratene Nudeln dort – man kann sich regelrecht durch den Tag probieren, ohne mehr als zehn Euro pro Person auszugeben.
Tempel, Berge und unerwartete Perspektiven
Wer mit Freunden unterwegs ist, sollte sich die Herausforderung nicht entgehen lassen, einen der Aussichtstempel auf den umliegenden Bergen zu erklimmen. Die über 300 Stufen zum Wat Phra That Doi Suthep mag man zunächst verfluchen, doch die Aussicht über die Stadt und das umgebende Tal entschädigt für jede Anstrengung. Die gemeinsame Erfahrung, verschwitzt aber glücklich oben anzukommen, schweißt zusammen und sorgt für Gesprächsstoff am Abend.
Der Eintritt liegt bei etwa einem Euro für ausländische Besucher, und ein Sammeltaxi vom Fuß des Berges kostet pro Person kaum mehr als 1,50 Euro. Wer die sportliche Herausforderung sucht, kann auch den Wanderweg nehmen – völlig kostenlos und deutlich weniger überlaufen als die Hauptroute.
Märkte, die alle Sinne ansprechen
Der Januar ist ideal, um die verschiedenen Märkte zu erkunden, ohne dabei ins Schwitzen zu geraten. Tagsüber lohnt sich ein Besuch auf einem der lokalen Frischmärkte, wo sich Einheimische mit Obst, Gemüse und Zutaten eindecken. Hier bekommt man tropische Früchte für Centbeträge und kann das authentische Leben jenseits der Touristenpfade beobachten.
Sobald die Sonne untergeht, verwandelt sich die Stadt. Der Nachtmarkt am Wochenende erstreckt sich über mehrere Straßen und bietet alles von handgefertigtem Kunsthandwerk bis hin zu Kleidung und Snacks. Mit Freunden durch die bunten Gassen zu schlendern, hier ein Souvenir auszuhandeln, dort einen frittierten Snack zu probieren, gehört zu den Höhepunkten eines jeden Aufenthalts. Ein gelungener Verhandlungserfolg wird zur Gruppenleistung, und auch wer nicht kaufen möchte, genießt die lebendige Atmosphäre.
Abenteuer in der Natur ohne großes Budget
Die Umgebung von Chiang Mai bietet im Januar perfekte Bedingungen für Outdoor-Aktivitäten. Mehrere Nationalparks liegen in erreichbarer Nähe, der Eintritt bewegt sich meist zwischen fünf und zehn Euro pro Person. Wasserfälle laden zum Baden ein, Wanderwege durchziehen die bewaldeten Hügel, und wer Glück hat, bekommt Wildtiere zu Gesicht.
Besonders lohnenswert ist es, sich zu mehreren einen Roller zu mieten – in der Regel bekommt man einen fahrtüchtigen Roller für etwa fünf bis sieben Euro pro Tag. Aufgeteilt auf mehrere Personen wird das zur günstigsten Fortbewegungsmöglichkeit überhaupt. Die Freiheit, spontan anzuhalten, wo es einem gefällt, unbedeutende Dörfer zu durchqueren und abgelegene Tempel zu entdecken, macht den Reiz aus.

Kulinarische Kurse als gemeinsames Erlebnis
Statt in teuren Restaurants zu essen, kann man das Budget deutlich besser investieren: Kochkurse gibt es überall in der Stadt, und sie sind eine fantastische Gruppenaktivität. Für etwa 25 bis 30 Euro pro Person verbringt man einen halben Tag damit, auf dem Markt einzukaufen, mehrere Gerichte zuzubereiten und anschließend gemeinsam zu genießen. Man lernt nicht nur die Grundlagen der thailändischen Küche, sondern nimmt auch Rezepte mit nach Hause, die einen noch lange an die Reise erinnern werden.
Wer lieber auf eigene Faust kocht, findet in vielen Unterkünften Gemeinschaftsküchen. Mit Zutaten vom lokalen Markt kann man abends zusammen kochen und dabei einen Bruchteil dessen ausgeben, was ein Restaurantbesuch kosten würde – wobei auch die Straßenküchen ohnehin schon extrem günstig sind.
Unterkünfte, die das Budget schonen
Chiang Mai bietet eine enorme Auswahl an preiswerten Unterkünften. Schlafsäle in Hostels gibt es bereits ab fünf Euro pro Nacht, private Zimmer für zwei Personen ab etwa zwölf Euro. Wer mit einer größeren Gruppe reist, sollte über ein privates Apartment nachdenken – diese lassen sich oft für 30 bis 40 Euro pro Nacht finden und bieten Platz für vier bis sechs Personen. Mit eigener Küche, Wohnbereich und manchmal sogar kleinem Pool wird daraus eine kostengünstige Basis für alle Unternehmungen.
Die meisten Unterkünfte liegen entweder in der Altstadt oder in unmittelbarer Nähe. Von dort aus lässt sich fast alles zu Fuß erreichen, oder man nutzt die lokalen Sammeltaxis, die innerhalb der Stadt selten mehr als einen Euro kosten.
Kreative Abende ohne große Ausgaben
Nach Sonnenuntergang gibt es zahlreiche Möglichkeiten, den Abend ausklingen zu lassen. Kleine Bars mit Live-Musik finden sich überall, oft ohne Eintritt und mit erschwinglichen Getränkepreisen von zwei bis drei Euro. Alternativ kann man sich an einem der Flussufer niederlassen, lokales Bier aus dem Supermarkt genießen – eine große Flasche kostet etwa 1,50 Euro – und den Tag Revue passieren lassen.
Auch kulturelle Veranstaltungen finden regelmäßig statt, von traditionellen Tanzvorführungen bis hin zu Filmvorführungen im Freien. Viele davon sind kostenlos oder verlangen nur einen symbolischen Beitrag. Der Januar eignet sich auch hervorragend für spontane Grillabende in Parks oder an Flussufern, wo Einheimische und Reisende gleichermaßen die kühlen Abendstunden genießen.
Fortbewegung mit Köpfchen
Die Stadt selbst ist kompakt genug, um sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu erkunden. Fahrradverleih kostet meist nur zwei bis drei Euro pro Tag. Für längere Strecken bieten sich die bereits erwähnten Sammeltaxis an, die feste Routen fahren. Wer die App-basierten Fahrdienste nutzt, zahlt für Fahrten innerhalb der Stadt selten mehr als zwei bis drei Euro.
Für Tagesausflüge in die Umgebung gibt es lokale Busse, die extrem günstig sind – oft weniger als zwei Euro für Strecken von 30 bis 40 Kilometern. Mit etwas Flexibilität und der Bereitschaft, sich auf lokale Transportmittel einzulassen, lässt sich auch mit kleinem Budget ein großer Radius erkunden. In der Gruppe aufgeteilt, wird selbst eine längere Rollervermietung oder ein gemeinsam genutztes privates Taxi zur bezahlbaren Option.
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